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Erlebnistour durch Kos


Ort: Griechenland > Dodekanes > Kos
Erstellt von: blondi

[img]5298[/img] An einem Tag Mitte der zweiten Urlaubswoche, als sich unerwartet ein paar Wölkchen vor die Sonne schoben, war es soweit: Mit einem Roller sollte es kreuz und quer über die ganze Insel gehen. Wir hatten das Glück, dass es in unserem Hotel einen eigenen Rollerverleih gab, so dass wir direkt nach dem Frühstück aufbrechen konnten. Kos ist nur 50 km breit und von einer einzigen, gut ausgebauten, Straße durchzogen. Von Marmari aus fuhren wir also diese Straße in Richtung Westen, bis wir nach einigen Kilometern rechts nach Mastichari abbogen und somit wieder in Richtung Meer fuhren. Obwohl Mastichari auf der Karte recht groß aussah, gleicht es eher einem Städtchen oder einem Dorf, so dass wir schleunigst wieder auf die große Landstraße zurückkehrten. Diese führt zwischen Hügeln durch die ausgedörrte, aber dennoch schöne Landschaft Kos’ am Flughafen vorbei immer in Richtung Westen. Besonders schön ist die Landenge vor Kefalos, eine Hochebene, wo kräftig der Wind peitscht und man auf beiden Seiten zum Meer herunterschauen kann. Kefalos selbst ist ein altes Städtchen, das ganz hübsch ist, aber mit Kos Stadt nicht mithalten kann. Auf einem Berg vor Kefalos steht noch ein Turm als Überrest einer Burg, von dem aus man einen super schönen Ausblick auf das Meer und der Insel „Agios Nikolaos“ hat. Hinter Kefalos verließen wir die gut ausgebaute Straße und fuhren entlang der Klippen in das „Latra“ Gebirge im Süden der Insel, wo sich das Kloster „Agios Ioannissis“ befindet. Der Weg an sich war schon ziemlich abenteuerlich: Die serpentinenartige, schlecht ausgebaute, Straße führte uns durch das bergige Niemandsland, vorbei an dutzenden Bergziegen, die uns vom Wegesrand aus argwöhnisch beobachteten. Das verlassene Kloster am Ende der Straße bestand aus einem Wohntrakt und einer Kapelle, die natürlich in weiß und blau gestrichen war. Im Klosterhof gibt es einen Baum, der wohl ungefähr so alt sein dürfte, wie der Hippokrates Baum in Kos Stadt und auch von Pfeilern gestützt wird. Insgesamt war das Kloster in einem guten Zustand und sah mit den Bergen und dem Meer im Hintergrund sehr schön aus, allerdings lohnt sich der Ausflug nur dann, wenn einem Entdeckerblut in den Venen fließt und man den Weg dorthin als spannend ansieht. Mittlerweile war es schon recht heiß geworden, so dass wir uns auf den Rückweg machten und kurz hinter der Landenge am Paradise Beach anhielten und baden gingen. Der Name fällt übrigens nicht vom Himmel: Tatsächlich ist der Sand hier noch feinkörniger und das Meer klarer als im Norden der Insel. Im seichten, flach abfallenden Wasser kann man wunderbar schnorcheln und unzählige kleine Fischschwärme beobachten. Nachmittags fuhren wir weiter die Landstraße zurück in Richtung Osten. Vor Kos Stadt wollten wir uns das „Asklipio“, die Schule von Hippokrates, anschauen. Diese liegt in einer schönen Hügellandschaft, ist aber anscheinend ziemlich unregelmäßig für Besucher geöffnet. Nachdem wir einige Zeit mit anderen Touristen vor verschlossenem Tor gewartet hatten, nahmen wir wieder unsere Tour auf und bahnten uns den Weg durch Kos Stadt in Richtung Ostküste. Hier fuhren wir entlang der recht steilen Klippen einen Bogen in Richtung Süden nach „Empros Thermi“, wo man schon oben auf der Anhöhe von einem leichten Schwefelgeruch empfangen wird. Geht man unten einige Meter den Strand entlang, kommt man zu einem natürlichen Thermalbad. Aus einem Berg fließt sehr heißes schwefelhaltiges Wasser direkt ins Meer, so dass das von großen Steinen begrenzte Becken vor der Quelle mit Meerwasser vermischt wird und somit eine angenehme Badewannentemperatur hat. Nach dem wohltuenden Bad riecht man zwar etwas streng, aber das Hautbild ist deutlich verfeinert (und da können absolut keine Cremes und Wässerchen mithalten!). Da der Abend bereits das Meerwasser in ein bizarres Blau tauchte, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Fazit: Ich kann die Tour nur weiterempfehlen.
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Kos, die drittgrößte Insel des Dodekanes (Fläche 290 qkm, Einwohner 27.000) liegt nördlich von Rhodos und südlich von Kalymnos. Die Insel ist 42 km lang, 2 bis 11 km brei...
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