Afytos, Chalkidiki, Makedonien | Griechenland.de

Afytos

Der steinerne Balkon von Chalkidiki

Die Aussicht dieses traditionellen makedonischen Dorfes aufs offene Meer haben dazu geführt, dass Afytos als steinerner Balkon von Chalkidiki bezeichnet wird.

Traditionelles Bergdorf mit toller Aussicht und einer langen Vergangenheit

Der Begriff "wunderbar" beschreibt Afytos, das wohl schönste und von seinen in etwa 1.500 Einwohnern, in einem bewussten Schritt gegen den Massentourismus, liebevoll gepflegte Dorf der Kassandra-Halbinsel, nur ansatzweise. Obwohl es sich um einen beliebten Ferienort mit einer guten touristischen Infrastruktur handelt, gelang es Afytos oder Athytos, wie es manchmal auch genannt wird, seinen traditionellen Charme zu bewahren und somit seinen Besuchern ein authentisches Stück Griechenland zu bieten.

Von den zwei höchsten Punkten des Dorfes, den „Vrachos“ (also den Felsen) oder von der Akropolis von Afytos aus, hat man einen herrlichen Panoramablick über die Bucht von Kassandra, auch Toroneo-Bucht genannt, sowie auf die gegenüber liegende Halbinsel Sithonia. Das in den Schriften von Aristoteles, Herodot und Thukydides erwähnte und bereits im Jahr 3.000 v. Chr. bewohnte Dorf, welches in der Antike sogar seine eigene Währung hatte, wurde auf einem steilen Felsen errichtet. Es besticht durch seine im 19. Jahrhundert mit der Hilfe der Arvaniten, einer Subkultur albanischer Einwanderer, die im Mittelalter nach Griechenland kamen, gebauten, meistens zweistöckigen und wunderbar restaurierten Steinhäuser, seine kopfsteingepflasterten Gassen und die zahlreichen orthodoxen Kirchen, von denen die 1858 errichtete Agios Dimitrios Basilika naturgemäß den Hauptplatz des Dorfes beherrscht.

Bedeutende Karagiozis-Sammlung

Das 1889 erbaute Haus der Familie Aletras in der Dorfmitte beherbergt ein bemerkenswertes Volkskundemuseum, welches Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Werkzeuge und Beispiele für lokale Töpferarbeiten zeigt. Den Höhepunkt des Museums bildet allerdings eine Sammlung von Schattentheater-Puppen, die als „Karagiozis“ bekannt sind. Das osteuropäische Schattenspiel stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist eine Art mediterrane Version des Kasperletheaters. Karagiozis ist ein buckliger griechischer Dorfbewohner, der unter osmanischer Herrschaft lebt, und der in den meisten, traditionell überlieferten Geschichten versucht, dem örtlichen osmanischen Herrscher eins auszuwischen. Die bedeutende Sammlung des Museums gehörte einst Griechenlands bekanntestem Karagiozis-Spieler, Evgenios Spatharis.

Traumstrände und Kultur

Nicht unerwähnt sollen natürlich Afytos’ Traumstrände mit weißem Sand und kristallklarem Wasser bleiben, wie Moudounou, Varkes und Liosi, in deren Nähe man auch viele nette Tavernen, Strandbars und Cafés findet. Auch verfügt das Dorf über eine blühende Kunstszene. Gerade in den Sommermonaten Juli und August kommt man täglich zum Genuss von Kulturveranstaltungen, die im Rahmen des Afytos Festivals stattfinden. Und am 15. August wird traditionell in einem großen „panigyri“, einem Volksfest mit Musik, Tanz und Essen, Maria Himmelfahrt gefeiert.

Lage


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