Igoumenitsa, Epirus | griechenland.de

Igoumenitsa

Das Tor zu Italien

Kleine griechische Gemeinde mit sehenswerten Sakralbauwerken und guten Einkaufsmöglichkeiten – Igoumenitsa ist dank seines Fährhafens das Tor zu Italien.

 

Das einstige Fischerdorf mit gerade einmal 500 Einwohnern wurde im Jahr 1936 zur Hauptstadt der Präfektur Thesprotia ernannt. Nach der kompletten Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs, wurde es nach dem Abzug der Besatzer wieder ganz neu aufgebaut. Leider hat Igoumenitsa dadurch fast alle seine historischen Gebäude verloren, so dass es heute eine recht moderne Stadt ist. Dennoch hat die Kleinstadt ihren Besuchern einiges zu bieten, und ist dank des Fährhafens auch gut frequentiert.

Geschichte und Entwicklung von Igoumenitsa

Etwa um das 4. Jahrhundert v. Chr. Wurde am Ufer des Thiamis die Hauptstadt des Königreichs Thesprotien, unweit der heutigen Stadt, gegründet. Damals konnten noch Schiffe auf dem Fluss fahren, so dass die Römer im Jahr 167 v. Chr. den Ort einnahmen und dem Erdboden gleich machten. Im Süden von Igoumenitsa wurden die Überbleibsel eines alten Hafens und einer Villa aus der Zeit des römischen Kaisers entdeckt.

Schon zur damaligen Zeit befand sich in der Bucht ein wichtiger Hafen, der von Byzantinern und Römern gleichermaßen genutzt wurde, bis im Mittelalter dann die Venezianer einfielen. Das von ihnen erbaute Kastell wurde in der darauffolgenden Zeit auch von den Türken hart umkämpft. Als die Osmanen im Jahr 1913 abzogen, gab man dem Fischerdorf den Namen Grava, im Jahr 1938 erhielt die Ortschaft dann ihren heutigen Nahmen.

Während der harten Gefechte des Zweiten Weltkriegs fand die komplette Zerstörung von Igoumenitsa statt. In den darauffolgenden Jahren entstand eine moderne Stadt, die 1960 noch den bedeutsamen Fährhafen erhielt. Noch mehr Bedeutung erlangte die Stadt durch den Bau der West-Ost-Autobahnverbindung, an deren Endpunkt sie sich befindet.

Wichtiger Fährhafen und gutes Einkaufsangebot

Das Gebiet rund um den Hafen ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert. Der Hafen wurde im Jahr 2003 einer kompletten Restaurierung unterzogen. Gerade im August ist im Fährhafen extrem viel los, da täglich Schiffe verschiedene Ziele in Italien ansteuern. Darüber hinaus legt auch fast jede Stunde eine Fähre zur Insel Korfu ab.

Im Hafen kann man die Boote und Fähren beobachten und dann anschließend auf der schönen Promenade flanieren, wo sich Cafés, Geschäfte und populäre Restaurants aneinander reihen. Wer möchte, kann vom Hafen aus auch einen Bootsausflug entlang der Küste buchen. Ganz in der Nähe des Hafens lädt der Central Park zum Erholen und Spazierengehen ein, abends ist er angenehm illuminiert.

Auch das teilweise autofreie Zentrum von Igoumenitsa ist durchaus sehenswert und wartet mit einem breit gefächerten Einkaufsangebot auf. In den vielen kleinen Boutiquen kann man nach Herzenslust stöbern und sich anschließend in einem der gemütlichen Straßencafés ausruhen. Etwas außerhalb der Stadt gibt es ein paar herrliche Strände, wie zum Beispiel den Drepano-Beach oder die Strände von Plataria.

Wer sich für Sakralbauwerke interessiert, wird in Igoumenitsa einige davon. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der Kirche Evangelistrias in der Fußgängerzone, die Kirche der Verkündigung an die Heilige Jungfrau und das byzantinische Kloster auf dem Gipfel des Raion Hill.

Lage


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