Achilleion, Korfu | griechenland.de

Achilleion

Eine der berühmtesten königlichen Villen Europas

Das Achilleon, erbaut von der berühmten österreichischen Kaiserin Elisabeth, ist ein monumentales Bauwerk, das von altgriechischen Legenden inspiriert ist.

 

Die österreichische Kaiserin Elisabeth, auch bekannt als Sissi, war eine von Schönheit besessene Frau. In der Region Gastouri, der heutigen Gemeinde Achilleion, etwa zehn Kilometer südlich der Stadt Korfu, baute sie 1890 einen Sommerpalast, der von dem mythischen Helden Achilles inspiriert ist. Der Palast befindet sich an einem Ort von dramatischer Schönheit über den Küsten Korfus. Kaiserin Sissi war fasziniert von altgriechischen Legenden und Mythologien. Sie widmete den Palast Achilles, ihrem Lieblingshelden. Der Schlossgarten, vollgepackt mit künstlerisch gestalteten Statuen des Pantheons der griechischen Götter und Göttinnen, bildet einen wahrhaft mythischen Rahmen.

Das Achilleion wurde zwischen 1889 und 1892 vom italienischen Architekten Raffaele Carito erbaut. Der Name "Achilleion" wurde von der Kaiserin selbst vergeben, um Homers Helden Achilles zu ehren, den sie sowohl wegen seiner Stärke als auch seiner göttlichen Schönheit bewunderte.

Ein Monument des Eskapismus

Der Palast mit den klassischen griechischen Statuen, die ihn umgeben, ist ein Denkmal der platonischen Romantik und des Eskapismus. Der Ort ist reich an Gemälden und Statuen von Achilles, sowohl im Hauptsaal als auch in den üppigen Gärten, welche die heroischen und tragischen Szenen des trojanischen Krieges darstellen. Der Baustil ist pompejisch und hat viele Parallelen zur russischen Kaiserresidenz auf der Krim.

Die kaiserlichen Gärten auf dem Hügel bieten einen majestätischen Blick auf die umliegenden grünen Hügelkämme und Täler, während das Ionische Meer im Hintergrund schimmert.

Nach Elisabeths Tod erwarb der deutsche Kaiser Wilhelm II. 1907 das Achilleion von ihren Erben und nutzte es als Sommerresidenz. Während der Besuche Kaiser Wilhelms fand immer eine große diplomatische Aktivität statt. Wilhelm beauftragte den Bildhauer Johannes Götz mit seiner eigenen Achillesstatue. Götz schuf eine imposante Bronzeskulptur, die als Wächterin der Gärten nach Norden zur Stadt hin hoch steht.

Eine bewegende Geschichte

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde der Palast zu einem Zentrum der europäischen Diplomatie. Während des Krieges nutzten ihn französische und serbische Truppen als Militärkrankenhaus. Nach dem Ende des Krieges gelangte er 1919 im Rahmen der Kriegsreparationen in den Besitz des griechischen Staates. Von 1921 bis 1924 beherbergte das Schloss ein Waisenhaus. In den Jahren 1941-1944 nutzten italienische und deutsche Besatzungsmächte den Palast als militärisches Hauptquartier, gaben ihn aber nach Kriegsende an den griechischen Staat zurück. 1962 wurde das Achilleion verpachtet und die oberen Stockwerke in ein Kasino umgewandelt. Die Umbauten fanden im Rahmen der Dreharbeiten für einen James-Bond-Film statt. Seitdem wird das Achilleion als Museum und Veranstaltungsort genutzt.

Lage


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