Relikte aus der venezianischen Zeit
Die einstige Hauptstadt der Kreter ist stark venezianisch geprägt, was man vor allem im Hafen mit seinem Leuchtturm wahrnimmt. Entlang der Promenade des großen Hafenbeckens reihen sich Tavernen, Restaurants und Cafés aneinander und laden zum gemütlichen Verweilen ein. Die Moschee und die großen Schiffshallen aus der Epoche der Venezianer fallen sofort ins Auge. Für Schiffe ist der heutige Hafen viel zu klein, ausschließlich Fischer- und Ausflugsboote sowie Yachten legen hier an. Ein besonderes Erlebnis ist eine Rundfahrt mit einer der herrlichen Pferdekutschen.
Romantische Altstadt mit besonderem Flair
Eines der Highlights von Chania ist die Altstadt, die sich mit ihren vielen engen Gassen direkt an den Hafen anschließt. Touristen fühlen sich hier fast ein wenig wie in Venedig, wobei die Stadt auf der südgriechischen Insel doch ihren ganz eigenen Charme hat. Die verwinkelten Sträßchen laden zum Bummeln ein und warten mit vielen gastronomischen Einrichtungen auf. In den Geschäften kann man vor allem Kunsthandwerk, Schmuck und Lederwaren erwerben.
Kultur im Westen Kretas
Chania kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, dementsprechend groß ist auch das kulturelle Angebot. Die Sehenswürdigkeiten von Chania konzentrieren sich fast komplett auf die Altstadt und den Hafen. Der venezianische Renieri-Palast am Hafen stammt aus dem Jahr 1608, seine Kapelle beherbergt heute ein Hotel.
Unter den Museen der Stadt ist vor allem das Archäologische Museum hervorzuheben, welches in der früheren San Francesco Kirche untergebracht ist. In der schönen Kulisse werden unter anderem alte Münzen, Objekte aus der minoischen Zeit, Schmuck und verzierte Sarkophage aus Ton präsentiert.
Vor den Toren Chanias, auf der Halbinsel Akrotiri, befindet sich das beeindruckende Kloster Agia Triada aus dem frühen 17. Jahrhundert. Inmitten eines Olivenhains liegt dieses prachtvolle Relikt mit einer faszinierenden Kirche und einem interessanten Museum.