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Kanal von Korinth

Ein Traum wird Realität

Trennlinie zwischen griechischem Festland und der Halbinsel Peloponnes – nach mehr als 2.500 Jahren wird die Idee vom Kanal von Korinth Wirklichkeit und zur Erleichterung für die Schifffahrt.

 

Schon vor etwa 2.600 Jahren dachten die Griechen über den Bau eines Kanals nach, damit die südliche Halbinsel des Landes nicht immer umschifft werden muss. Im 19. Jahrhundert wurde der Traum dann endlich Realität, denn nun standen innovative Erfindungen für die Umsetzung zur Verfügung, wie zum Beispiel Sprenggelatine oder Dynamit. In der Folge konnte an der schmalsten Stelle der Landbrücke der Durchbruch erfolgen. Entstanden ist ein Kanal mit einer Breite von 24 Metern und einer Länge von 6,3 Kilometern.

Die Geschichte des Kanals von Korinth

Schon im 6. Jahrhundert v. Chr. befasste sich der Herrscher Periander mit dem möglichen Bau eines Kanals. Dieser hätte seine Eroberungszüge und den Handel doch sehr erleichtert, jedoch hatte man damals noch nicht die notwendigen Mittel dafür. Später fasste Kaiser Nero ein solches Vorhaben ins Auge, denn auch für das Römische Reich wäre ein Kanal von großem Vorteil gewesen. Doch obwohl Nero im Jahr 67. n. Chr. einige Tausend Sklaven mit dem Bau beauftragte, konnte das Projekt in der Antike nicht realisiert werden.

Der berühmte Panamakanal wurde im Jahr 1878 fertiggestellt, und auch der Suezkanal brachte den Gedanken wieder zurück in die Köpfe. Der damalige griechische König Georg I. machte 1881 den ersten Spatenstich, 12 Jahre später war das Bauvorhaben beendet. Die Arbeiten am Kanal von Korinth waren extrem hart, denn man musste sich bis in eine Tiefe von 84 Metern durch das Gestein graben. Es wurde eine Verbindung zwischen dem Korinthischen und dem Saronischen Golf geschaffen, welche Schiffen rund 400 Kilometer Strecke erspart. Die steilen Wände des Kanals haben eine Höhe von bis zu 79 Metern, insgesamt fünf Brücken überspannen ihn.

Wiederaufbau und heutige Nutzung

Nachdem im Zweiten Weltkrieg alle Brücken und Teile der Steilwände zerstört wurden, begann man im Jahr 1946 mit dem Wiederaufbau. Dieser wurde dadurch erschwert, dass die deutsche Wehrmacht zur Erschwerung noch Eisenbahnwagons und Loks im Kanal versenkte und ihn mit Minen versah. Innerhalb von zwei Jahren wurde tonnenweise Geröll entfernt, 1948 konnte der Kanal von Korinth dann wieder genutzt werden.

Heutzutage hat der Kanal nicht mehr die große Bedeutung von einst, denn er kann nur von kleineren Schiffen passiert werden. Während die Umfahrung des Peloponnes früher Gefahren barg, hat man die Kurse in einen größeren Abstand zur Küste verlegt. Darüber hinaus sind Schiffe inzwischen so gut motorisiert, dass sie für die Strecke viel weniger Zeit brauchen. Das Gestein an den Steilwänden ist recht weich, so dass eine Stabilisierung dringend nötig wäre. Auch wenn die Gebühren für die Durchfahrt recht hoch sind, fahren jeden Tag etwa 30 Schiffe durch den Kanal von Korinth.

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