Akrokorinth, Peloponnes | griechenland.de

Akrokorinth

Die Allsehende des Peloponnes

Sie ist eine der ältesten Burgen Griechenlands und eine der wichtigsten Kultstätten für die Göttin der Liebe - besuchen Sie die Burg von Akrokorinth.

 

Nur zwei Kilometer südlich des modernen und alten Korinth steht Akrokorinth, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Festung und Zufluchtsort genutzt wurde. Die "Pantepoptis des Peloponnes", was soviel wie "Allsehende des Peloponnes" bedeutet, ist eine der ältesten Burgen Griechenlands. Auch wenn sich das moderne Korinth kilometerweit entlang der Ufer des gleichnamigen Golfs erstreckt, ist seine Akropolis, Akrokorinth, unübersehbar. Sie dominiert die Umgebung und kontrolliert den Zugang zwischen dem Peloponnes und dem Festland. Auf harmonische Art verbinden sich hier architektonische Elemente verschiedener historischer Epochen, darunter der mykenische, klassische, byzantinische und mittelalterliche Stil.

Majestätische Aussichten vom monolithischen Felsen von Akrokorinth

Die Burg steht seit der Antike und war dem Mythos nach dem Sonnengott Helios geweiht, der später seinen Thron der Göttin Aphrodite anbot. Akrokorinth wurde im Zeitalter von Sisyphus, dem mythischen König von Korinth, gegründet. Wenn Sie heute das Eingangstor betreten, passieren Sie einen trockenen Graben, der früher eine Zugbrücke hatte. Bald kommen Sie zum ersten der drei Eingänge zur Festung, die durch Rampen miteinander verbunden sind. Das äußere Tor ist größtenteils türkischen Ursprungs, während die Mitte venezianisch ist und auf fränkischen Ruinen errichtet wurde. Im Inneren der Anlage sind die Überreste von türkischen Häusern, byzantinischen Kapellen und gemauerten Zisternen, von denen eine die Peirene-Quelle bedeckt, zu sehen. Beim Aufstieg zum höheren der beiden Gipfel von Akrokorinth, direkt hinter der Quelle, sehen Sie, wo sich in der Vergangenheit zu verschiedenen Zeiten ein Wachturm, eine Moschee, eine kleine Kirche und der Tempel der Aphrodite befanden. Hier predigte aller Wahrscheinlichkeit nach schon der heilige Paulus. Der Hügel, auf dem Akrokorinth ruht, ist ein riesiger Kalksteinbutte von 575 Metern Höhe. In seinem Glanz erstreckten sich die Festungsmauern einst um fast 3.000 Meter Länge und umschlossen eine Fläche von 240.000 Quadratmetern.

Akrokorinth - Der Hügel der Lasterhaftigkeit

Klettert man durch die Mitte der Burg auf den höheren der beiden Gipfel, nahe der nördlichen Mauern, erreicht man die ehemalige Stätte des Tempels der Aphrodite, obwohl alle Spuren davon nun verschwunden sind. In der Antike wurde hier die Göttin der Liebe mit religiöser Prostitution von 1.000 heiligen Kurtisanen verehrt. Heutzutage müssen sich die Besucher mit der Aussicht begnügen. Das ist jedoch alles andere als eine Einschränkung, denn selbst an einem trüben Tag ist sie beeindruckend; an einem klaren Tag können Sie im Osten sogar die Akropolis von Athen sehen und im Westen die Mündung des Golfs von Korinth.

Lage


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