Akrotiri, Santorin | griechenland.de

Akrotiri

Das minoische Pompeji

Für viele ist es als Pompeji der Kykladen bekannt und hat auch die Legende vom verlorenen Kontinent Atlantis hervorgebracht - Akrotiri auf Santorin.

 

Das antike Akrotiri ist eine faszinierende und wichtige archäologische Stätte auf der griechischen Insel Santorini. Die blühende Stadt mit dem Spitznamen "minoisches Pompeji" wurde um 1450 vor Christus durch einen Vulkanausbruch zerstört. Es ist eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen der Ägäis, deren Überreste gut erhalten sind, nachdem sie mehr als 3500 Jahre lang unter Tonnen von Vulkanasche begraben waren. Der Ort ist nach dem Dorf auf einem nahegelegenen Hügel benannt, der ursprüngliche Name der Siedlung ist eigentlich unbekannt.

Eine der wichtigsten prähistorischen Siedlungen der Ägäis

Akrotiri, ein Vorposten Kretas, wurde bereits 3000 vor Christus von den Minoern besiedelt und erreichte seinen kulturellen Höhepunkt etwa eintausend Jahre später. Die Bewohner bauten Olivenbäume und Getreide an und entwickelten anspruchsvolle Formen der Kunst und Architektur. Wissenschaftler glauben, dass die vulkanische Explosion Santorins so mächtig war, dass sie auch auf Kreta die blühende minoische Welt zerstörte. In Akrotiri sind Töpfe und Werkzeuge noch dort, wo ihre Besitzer sie zurückließen, bevor sie die Stadt verlassen haben. Im Gegensatz zu Pompeji wurden in Akrotiri keine menschlichen Überreste gefunden. Die Bewohner wurden folglich vor der Zerstörung der Stadt gewarnt. Nach dem Vulkanausbruch war Santorin etwa zwei Jahrhunderte lang unbewohnt, während sich das Land abkühlte und die Pflanzen- und Tierwelt sich regenerierte. Die Ruinen von Akrotiri blieben bis 1860 begraben und wurden von Arbeitern, die Vulkanasche für den Einsatz im Suezkanal abbauten, wieder ans Licht gebracht.

Das antike Akrotiri vermittelt einen seltenen Einblick in das städtische Leben in der minoischen Zeit. Die aufwendige Architektur und die lebhaften Fresken zeigen das hohe Niveau der Kultur im alten Santorin. Es wird angenommen, dass die 40 bisher freigelegten Gebäude nur einen Bruchteil des riesigen Geländes ausmachen. Zu den beeindruckenden Gebäuden von Akrotiri gehören dreistöckige Häuser, die mit Mauerwerk, teilweise mit Balkonen, sowie mit Fresken verziert sind, die in der Asche sehr gut erhalten wurden.

Ein faszinierender Einblick in das Leben der Minoer

Wenn Sie Akrotiri besuchen, können Sie eine minoische Stadt aus der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts vor Christus entdecken. Erfreuen Sie sich an Spuren und Hinweisen auf eine Gesellschaft, wie sie kurz vor dem großen Vulkanausbruch existierte, welcher die Insel zerstörte. Akrotiri ist eine antike Stadt mit Straßen, Plätzen, Häusern, Mauern mit Wandmalereien und sogar Überresten des komplexen Entwässerungssystems der Minoer. Das macht Akrotiri zu einem wahren archäologischen Juwel.

Lage


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