Monastiraki Athen | Griechenland.de

Monastiraki

Wo das Herz Athens am lebhaftesten schlägt

Das Bindeglied zwischen der Altstadt Plaka und der modernen Einkaufsstraße Ermou vereint die vielen Gesichter Athens in einer quirlig-bunten Atmosphäre.

 

Monastiraki, was soviel wie Klosterchen heißt, steht sowohl für eine äußerst lebendige Gegend von Athen als auch für einen auch architektonisch bunten Platz sowie die gleichnamige Metrostation, die ein beliebter Treffpunkt ist. Auf dem heute autofreien Platz treffen sich die Zeitalter, die Religionen, die architektonischen Stile und die Menschen. Seinen Namen bekam der Monastiraki-Platz von der kleinen Kirche der Panagia Pantanassa, eine der ältesten der Stadt. Die zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert n. Chr. erbaute Kirche von Maria der Allherrscherin wuchs im 17. Jahrhundert zu einem großen Kloster, einem „Mega Monastiri“, dessen Bauten den ganzen Platz einnahmen. Als das Kloster unterging blieb nur seine Hauptkirche übrig und so nannte man die Gegend fortan, in einer liebevollen Verkleinerungsform, Monastiraki.

Der Monastiraki-Platz - schon immer ein Treffpunkt von Geschichte und Mensch

Die Kirche, die wegen des angehobenen Straßenniveaus so aussieht, als wäre sie in den Boden hinein gegraben, beherbergt eine wunderschöne Ikonostase und Ikonen des bedeutenden griechischen Malers und Schriftstellers Fotis Kontoglou. Das Kloster trug auch dazu bei, dass sich immer mehr Händler um den Platz niederließen, weil es viele kleine Ladenzeilen vermietete. Mit den Händlern kamen auch die kleinen Esslokale, die allerhand, oft fleischlastige, Leckereien servierten, aus denen später die heute noch die Gegend prägenden Souvlaki-Buden erwuchsen.

In direktem Kontrast zur kleinen Kirche steht die 1759 erbaute Moschee des osmanischen Stadtverwalters Athens, Tzistarakis, heute eine Dependance des Volkskundemuseums mit einer wertvollen Keramik-Kollektion. Aus einer ganz anderen Zeit stammt das Gebäude der Metro-Station direkt auf dem Platz. 1895, ein Jahr vor den in Athen stattfindenden ersten Olympischen Spielen der Neuzeit erbaut, diente es der ursprünglich mit Dampf betriebenen Stadtbahn-Linie, die Athen mit dem Hafen von Piräus verband, als Haltestelle. Heute hält hier auch die U-Bahn, die zum Flughafen Eleftherios Venizelos führt. Als man beim Bau der modernen U-Bahn tief graben musste entdeckte man das Flussbett des heiligen Flusses des antiken Athens, Iridanos, welcher schon zur Zeit Hadrians ob seines sumpfigen Charakters größtenteils zugeschüttet worden war. Diese und andere archäologische Funde kann man heute in und vor der Station bewundern.

Bummel durch den Athener Flohmarkt mit einem Touch von Orient

Nehmen Sie sich Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch die pulsierende Markt-Gegend, wo jede Gasse ihren speziellen Charakter hat! So bietet sich Odos Pandrossou zum Stöbern durch ein großes Angebot an mehr oder weniger geschmackvollen Souvenirs an, während Odos Mitropoleos mit urigen Tavernen lockt, in denen Souvlaki-Pita und andere typisch griechische Fleischspezialitäten kredenzt werden! In der Odos Ifestou, die unter anderem auch für ihre Second Hand Shops bekannt ist, finden Sie so ziemlich alles, was das Herz begehrt, und das zu guten Preisen! Die Straße, die auch das Herz der Vinyl-Liebhaber höher schlagen lässt, gehört mit ihren Nebengassen zum, nach einem jüdischen Altwarenhändler aus Smyrna, „Yusurum“ benannten Dauer-Flohmarkt, der stark an einen orientalischen Basar erinnert. Dieser mündet in die Plateia Avissinias, Heimatstätte der Antiquitätenhändler sowie der Möbelmacher, die nicht nur Restaurierungen durchführen, sondern auch gerne Möbel im alten Stil bauen.

Versuchen Sie an einem Sonntag hierher zu kommen, um den berühmtesten und ältesten Athener Trödelmarkt in seiner ganzen Pracht zu erleben! Und wenn Sie des Staunens über die große Anzahl an Schätzen vergangener Zeiten müde geworden sind, nehmen Sie Platz in einem Meze-Lokal zwischen den Altwarenläden und gönnen sich traditionelle Mezedes oder lassen Sie den eindrucksvollen Tag bei einem Glas Wein mit Musikbegleitung im Cafe ausklingen, das den Namen des Platzes trägt!

Lage


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