Kythira

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Die besondere Geographie Kythiras

Die Insel Kythira oder Kythera befindet sich südöstlich der Halbinsel Peleponnes. Sie ist ca. 29 km lang und 16 km breit und liegt durchschnittlich 300 m über dem Meeresspiegel. Zusammen mit der Nachbarinsel Andikythira gehört sie zur Gemeinde Kythira und zählt zur Region Attika. Die Insel wurde von zahlreichen Erdbeben heimgesucht, zuletzt im Jahre 2006. Die Naturkatastrophen richten immer wieder starke Schäden an. Die Insel zeichnet sich durch ihre bergige Landschaft und steilen Küsten aus. Insgesamt befinden sich mehr als 50 Dörfer auf der Insel, die Einwohnerzahlen liegen dabei häufig unter 100 Bewohnern. Die Dörfer befinden sich kaum an den Küsten, sondern zum größten Teil im Landesinneren. Starke Winde schufen tiefe Buchten und steile Küsten. Das Meer um die Insel ist besonders tief, selbst die tiefste Stelle des Mittelmeers, das Calypsotief, befindet sich nur 150 km von Kythera entfernt.

Geschichte der Insel Kythira

In der griechischen Mythologie hat die Insel einen bedeutenden Platz eingenommen, denn laut Hesiods „Theogonie“ ist sie die Geburtsstätte der Göttin Aphrodite. Neben Zypern ist Kythira die Insel der Aphrodite. Siedlungsspuren führen zurück in die frühhelladische Zeit. Bekannt wurde Kythira durch den Purpurhandel mit Ägypten. Die Überlieferungen führen bis ca. 2500 v.Chr. zurück. Archäologischen Funden zufolge ließen sich die ersten Bewohner schon im 6. Jahrhundert v. Chr. nieder. Seit jeher war die Insel ein strategisch wichtiger Punkt und dementsprechend umkämpft. Bereits Sparta versuchte die Insel im Peloponnesischem Krieg zu beherrschen. Die Araber erkannten die Bedeutung Kythiras und bemühten sich, die Insel in ihre Gewalt zu bringen. Die Byzantiner eroberten die Insel im 12. Jahrhundert und hinterließen beeindruckende Bauten auf der Insel. Byzantinische Kirchen locken Besucher an und stellen ein Zeugnis byzantinischen Lebens auf der Insel dar. Das Dorf Dimitrios – heute Paleochora, wurde von den Byzantinern gegründet. Im Mittelalter wurde Kythira von Venedig erobert. Die venezianische Herrschaft prägt bis heute das Bild und vor allem die Baukunst der Insel. Kythira gehörte später zu Frankreich, bis zum Ende der napoleonischen Herrschaft. Seit 1864 ist Kythera ein Teil Griechenlands.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse Kythiras

Die Hauptstadt der Insel ist Kythira, auch bekannt als „Hora“, bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und ist allemal einen ausgiebigen Aufenthalt wert. Sie befindet sich im Süden der Insel und wurde auf einem Hügel erbaut. Die Bauweise entspricht in vielen Teilen einer venezianischen Befestigungsanlage. Highlight ist die Burg oder das venezianische Kastell. Sie wurde ca. 1500 erbaut und ist charakteristisch für die Gegend. Verschiedene Venezianische und britische Elemente geben Zeugnis über deren Herrschaft. Vom Kastell aus erhält man einen zauberhaften Blick in Richtung Kreta. Funde aus archaischer und klassischer Zeit sowie Tongefäße der Minoer können in einer Sammlung im Archäologischen Museum begutachtet werden. Der Hauptplatz besteht aus dem Rathaus, Banken und anderen öffentlichen Gebäuden. Der zweite Schauplatz ist besonders historisch geprägt, denn auf dem Estavromenos Platz erklärten die Franzosen die Hauptpunkte ihrer Revolution und schafften das Feudalsystem der Venezianer ab. Die Stadt ist sehr traditionell und in den zahlreichen Gässchen finden sich viele Gelegenheiten, die griechische Küche zu genießen oder griechische Waren zu ersteigern. Der Hafen der Hauptstadt bietet eine Traumkulisse. Die malerische Doppelbucht mit drei wunderschönen Stränden lädt zum Verweilen und Genießen ein. Lediglich 28 km von der Hauptstadt entfernt, liegt der Haupthafen Agia Pelagaia.

Fonisa Wasserfall

Fonisa Wasserfall

Von dort aus starten verschiedene Busse in die einzelnen Dörfer. Im Zentrum der Insel befindet sich das Dorf Milopotamus. Es liegt inmitten eines Gebirgszuges und besticht durch Vegetation und traditionelle Architektur. Mit einem Kastell, einem Feen-Wasserfall und einer Höhle überzeugt es seine Besucher. Eine byzantinische Kirche befindet sich im zweitgrößten Dorf der Insel, Potamos. Dort lassen sich auch Ikonen und Wandmalereien bestaunen.

Aktivurlauber genießen die zahlreichen Wanderwege, die maximal 200 m Aufstieg pro Tour zulassen. Die Wege eignen sich besonders zum Genusswandern und enden oft mit einem erfrischenden Bad im Meerwasser. Der schönste Strand der Insel ist der bei Kaladi. Besonders die Felsen in seiner Mitte werden von Besuchern gerne bestaunt. Firi Ammos lockt mit rotem Sand Touristen an. Kapsali und Diakofti sind bestens für Familien geeignet. Als besonders sauberer Strand wurde Lagada ausgezeichnet. Landschaftlich besticht Kythira durch smaragdgrünes Wasser und malerische Dörfer.

Übernachtungsmöglichkeiten auf Kythira

Die Insel bietet ein ausgewogenes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, fernab des Massentourismus und all-inklusive Hotels. Kleinere Hotels, Campingplätze sowie Pensionen bieten sich bestens an, um den Aufenthalt auf der Insel genießen zu können. Neben kommerziell und privat vermieteten Ferienwohnungen, bieten viele Privatleute Zimmervermietungen an. In der Hauptstadt ist das Angebot am größten, doch auch in einigen kleineren Dörfern gibt es eine rege Übernachtungsvielfalt, beispielsweise in Agia Pelagia oder Diakofti.

Bilder:
kythira-strand.png – Lapost / Wikimedia Commons
fonisa-wasserfall.png – Comzeradd / Wikimedia Commons